Julius I.

Namenstage: Julius

Funktion: Heiliger, Papst

Gedenktag: 12. April

Patronat: der Latrinenreiniger

Am 6. Februar 337 wurde Julius I. als Nachfolger von Marcus (Januar bis Oktober 336) zum Papst gewählt. In seiner Amtszeit zeigte er sich als entschlossener Kämpfer gegen die Lehre des Arianismus. Aus diesem Grund unterstützte er Bischof Athanasius (hl.), der von den Eusebianern auf der Synode  von Antiochia im Jahr 341 abgesetzt worden war. Athanasius wurde auf der 340/41 in Rom abgehaltenen Synode als regulärer Bischof anerkannt. Die Synode von Sardika (342) vertiefte die Spannungen zwischen den Bischöfen der Ost- und Westkirche weiter. Julius I. stärkte die Position des Heiligen Stuhls in Rom durch den von ihm herbeigeführten Beschluss, dass das Absetzungsurteil einer Synode auf regionaler Ebene durch den Bischof von Rom verworfen werden kann. Julius I. ließ die Kirchen Santa Maria in Trastevere und Santi Apostoli in Rom erbauen. Er starb am 12. April 352, sein Nachfolger wurde am 17. Mai Liberius (bis September 366).

Darstellung: in päpstlicher Kleidung

Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit zwei oder drei Querbalken), Kirchenmodell

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010